Caligola: Düsteres Kollektiv aus Skandinavien

Caligola in Zürich (Quelle: Facebook)Es könnte einem doch etwas erschrecken, wenn man sich auf der Facebook-Seite von Caligola den Code für das Eintritts-Ritual auf der offiziellen Homepage geholt hat. Da begrüssen den User düstere Klänge und Szenen, die an den Ku-Klux-Klan erinnern und es geschieht Schreckliches. Doch hinter Caligola steckt ein Künstlerkollektiv aus Filmemacher, Maler und Fotografen und Musikern, wie die beiden Mando Diao Frontmänner Björn Dixgard und Gustav Noren. Da Mando Diao nach zehn Jahren gerade in einer Bandpause weilt, versammelten die beiden Künstler wie Agnes, Per „Ruskträsk“ Johansson, Emil Jansson, Oskar Bonde von Johnossi sowie die 60er-Jahre-Legenden Hansson & Karlsson um sich. Deshalb ist alles halb so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheint: Die erste Single ist denn mit „Forgive Forget“ auch schöner Skandinavengitarrenrock mit souligen Elementen.

Bereits im Dezember kursierte ein Video zum Song „Sting Of Battle“ durchs Netz. Anfangs März erscheint das Album „Back To Earth“ von Galigola. „Wir wollen, dass die Leute zeigen, was in ihnen steckt“, so Björn Dixgard im Promotext. „Wenn sie dunkle Gefühle haben, müssen sie sie rauslassen. Der Name Caligola kommt schliesslich von einem verrückten Kaiser, der sich alles rausnahm. Dass eine solche Person ein politischer Führer war, das ist total verrückt. Aber in der Kunst – in der Kunst, da ist dein Pferd zum Senator zu ernennen, völlig machbar. Kunst kennt keine Grenzen!“ 
„Eine harmlose musikalische Orgie, bei der möglichst viele Einflüsse miteinander rummachen und gemeinsam mit dem Video zu „Sting Of Battle“ ein bisschen Furcht einflössen sollen.“, schreibt das Branchenmagazin Musikexpress: „Aber in Angst und Schrecken versetzt einen das nun auch nicht – muss es ja auch nicht.“

Hier geht’s zur Facebook-Seite von Caligola.


ÜBER DEN AUTOR:
miwiGesungen habe ich immer gerne – leider nur auf Schulchor-Niveau. Heute beschränke ich mich daher lieber auf das Musikhören. Gut, gehörte zu meinem ersten Job beim Radio auch das Einsortieren der neuen CDs. Da gab es viele neue Musik zu entdecken. Auch heute gehe ich regelmässig auf Entdeckungstour – weltweit im Web. Meine Abenteuer teile ich hier auf miwi.ch gerne mit Euch. Mehr über mich gibt es unter michaelwieland.ch zu lesen.


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