Ena Wild: Von Tuntenhollywood zur Weltherrschaft

Ena WildFleissigen Berliner Clubgängern dürfte die Band „Ena Wild“ bereits ein Begriff sein: Mit Gitarre, Bass und einem MacBook bewaffnet, bespielte die Band in den letzten Jahren mit ihrem elektronischen Sound Clubs wie der Katerholzig, die Wilden Renate oder die Berghain Kantine. Die musikalische Karriere startet Fontfrau Ena an der Blockflöte – inspiriert durch ihre Grossmutter. Seit 2009 ist sie mit ihrer Band unterwegs – zuerst bestehend aus Ena und Maurice – und einem MacBook. Anfangs 2013 dann der Neuanfang. Der Computer wurde durch Mensch und Schlagzeuger Flo ersetzt – der Musikstiel in „technoide Rockmusik, welche durch eingängige Pop-Hympen und den Rauch des Souls besticht“ verwandelt. So steht es auf jeden Fall in der Bio. Triple BWobei die drei gerade selber anfügen, dass sie lieber auf eine Stil-Definition verzichten würden, denn: „Wir hören Musik“. Und was für Musik: Mal verzerrt, mal akustisch. Mal mit Synthesizer, mal ohne – und durchgehend reduziert auf’s Minimum, so dass die Stimme von Ena („Ja, ich spiele gerne mit dem Image der African Mama“) immer im Vordergrund steht. Im April spielten die Band als Support Act von Bonaparte – vor kurzem erschien die  ersten EP „Triple B“. Darauf sind drei Songs zu finden: „Black Hands“, „Bubble Scum“ und „Bertha“. Mitreissend der Opener „Black Hands“, melodiös-spezielle „Bubble Scum“, doch vor allem das letzte Stück hat es in sich. Ena Wild karikieren in „Bertha“ den Berliner und provozieren im Refrain, indem sie die Stadt als Tuntenhollywood bezeichnen – immer mit einem Ziel vor Auge – auch das steht so in der Bio: Von den Berliner Clubs – oder eben von Tuntenhollywood – aus die Weltherrschaft an sich zu reissen.

Die EP „Triple B“ ist auf iTunes erhältlich. Mehr über Ena Wild gibt’s auf ihrer Facebook-Seite. Hier gibt’s ausserdem noch einige Ausschnitte von einem Konzert aus dem Monarch im April 2013: