Schluss mit Experimente: Katie Melua kehrt zu den Wurzeln zurück

Katie Melua2005 war es, als mir mein Gastvater bei meine Sprachaufenthalt in Südafrika von „Nine Million Bicycles“ schwärmte. In der Folge hatte ich in Kapstadt zwei „Piece By Piece“-Alben von Katie Melua gekauft: Eins für meinen Gastvater als Abschiedsgeschenk – eins für mich. Und so war es um mich geschehen: Ich war Fan der Georgischen Sängerin. Zu Hause in der Schweiz kaufte ich sofort „Call Of The Search“ nach und war begeistert. Genau so über das dritte Studio-Album „Pictures“, welches natürlich sofort nach Erscheinen runter und rauf lief. Wie war ich begeistert, als ich Katie Melua im Vorfeld ihrer Avo Session-Konzerte bei Radio Basilisk zum Interview treffen durfte:

Wie litt ich mit, als die junge Sängerin im 2010 ihre Tournee wegen Erschöpfung verschieben musste, wie wie war ich irritiert, dass „The Flood“ gar nicht mehr nach Katie Melua klang – und wie habe ich den letzten Jahren langsam die Verbindung zur Musik von Katie Melua verloren. Doch HALT! 10 Jahre nach ihrem Debüt kommt Katie Melua mit „Ketevan“ zurück – und es ist nach den Experimenten der letzten Jahren eine Rückkehr zu den Wurzeln. Ketevan ist denn auch der georgische Name der Sängerin. Die Rückkehr kommt nicht von ungefähr: Für das neue Studioalbum hat die bald 29-Jährige wieder mit ihrem Entdecker und Förderer Mike Batt zusammengearbeitet – und das hört man. Das von Luke Batt, der Sohn von Mike, Co-Produzierte Album stellt wieder ganz die Stimme von Katie Melua in den Vordergrund und das positiv-melancholische, das Katie-Fans aus den Anfangsjahren kennen. Da ist natürlich allen voran die erste Single „I Will Be There“, dass Katie Melua bei der Coronation Gala am 11. Juli im Buckingham Palace zu Ehren der Queen ur-aufgefüht hatte. Doch das ist längst nicht alles: Das Album beginnt mit leisen Klavierklängen und dem Song „Never Felt Less Like Dancing“, bevor  die Violinen einsteigen und überleiten zu „Sailing Ships From Heaven“ – Hit-Refrain inklusive. Jeder der folgenden Songs ist zwar neu – doch er erinnert auch immer wieder stark an vergangene Hits der Sängerin – bei „Love Is A Silent Thief“ haben wir in etwa das bluesigere und rockigere von „Crawling up a Hill“ und bei „Shiver and Shake“ die rauere Katie-Stimme. Ebenfalls einschlagen dürften „Where does the Ocean go?“ und „The Love I’m Frightened Of“, während „Idiot School“ für ein Schmunzeln sorgen dürfte – und „Mad, Mad Men“ die Zuhörer mit Mundharmonika begeistert. Bleiben „Chase Me“ und „I Never Fall“ – mit viel Herzschmerz. Das Album „Ketevan“ bietet genau das, was Katie Melua vor genau 10 Jahren gross gemacht hat: Eingängliche Melodien, keine Instrumente zuviel, keine überproduzierte Musik – sondern ein Reigen von Song, die die aussergwöhliche Stimme der Sängerin voll zur Geltung bringen! Mich hast du ab sofort wieder in deinen vordersten Fan-Reihen, Katie!

Das Album „Ketevan“ ist auf iTunes erhältlich.