„Hello, World“ – Gareth Barker im Interview zu seinem Debüt-Album

Gareth Barker Hello WorldWas ein Umzug doch so alles bewirken kann: Der 18-Jährige Englänger Gareth Barker traute sich bis vor ein paar Jahre nicht einmal vor seinen Eltern zu singen – doch der Umzug nach Neuseeland verhalf ihm zu Mut (siehe auch Portrait).

Heute erschien nun sein Debüt-Album „Hello, World“. Im Interview stand mir der sympathisch Neuseeländer Red und Antwort und erzählt, wie er die Angst besiegte und „am Ende der Welt“ lebt.

Gareth, vor der Veröffentlichung von „Hello, World“ waren zwei Songs von dir bekannt: Der Pop-Song „Say“ und „Down“ – mit mehr Jazz. Wie sind die Songs auf dem Album?

Es ist ein Mix. Es ist unter anderem ein sehr grossartiger Song darauf, denn ich sehr mag „Promise You“ heisst er – aber ich will nicht zuviel verraten. Hört ihn euch an! Auch die anderen Songs auf dem Album haben alle ihre eigene Atmosphäre und Einzigartigkeit.

Wie sind diese Songs entstanden?

Ich habe alle diese Lieder mit Songschreibern zusammen entwickelt. Dies war eine fantastische Erfahrung. Ich habe gesehen, wie andere Personen einen Song kreieren. Wir hatten ungefähr 70 Songs zur Auswahl und mussten sie dann auf fünf reduzieren. Das war wirklich hart, vor allem wenn man zwischen den letzten 10 Songs entscheiden muss.

Gareth Barker CompiNeben deinen ersten eigenen Songs hast du in der Vergangenheit auch einige Cover-Versionen auf-genommen – Songs von Michael Bublé und Frank Sinatra. Welche andere Musiker beeinflussen dich und deine Musik weiter?

Bruno Mars, Jason Mraz, Ronan Keating oder auch Gary Barlow. Diese Jungs beeinflussen mich enorm. Nicht nur durch die Art, wie sie singen, sondern auch, durch die Art, wie sie auftreten und Songs schreiben.

Für „Hello, World“ hast du mit Produzent Ron Thaler (Alicia Keys, Rob Thomas, Ashley Simpson, Willie Nelson u.a.) zusammen gearbeitet. Wie hatte er Einfluss auf dein Album?

Es war grossartig mit Ron Thaler zusammen zu arbeiten. Er hatte natürlich Einfluss auf das Album – vor allem auf die Art und Weise, wie die Songs komponiert und orchestriert wurden. Aber er hat auch viele andere Dinge gemacht und mich unter anderem stark dabei unterstützt, dass die Stimme von höchster Qualität ist.

Du hast dein Talent erst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, als du mit der Familie nach Neuseeland gezogen bist – du warst damals 14. Wie war dieser Kulturschock für dich?

Gareth Barker NeuseelandEs war eine sehr grosse Veränderung für mich! Es war ja nicht nur eine komplett andere Kultur für mich, sondern es war irgendwie auch der Ort, der am weitesten weg von meiner Heimat England liegt. Das erste Jahr war sehr hart für mich – aber nun liebe ich das Land.

Wie wichtig war die Musik in dieser Zeit für dich, als du nach Neuseeland gekommen bist?

SEHR WICHTIG!

Viele Schafe, am Morgen am Strand und am Nachmittag Skifahren. So stelle ich mir in etwa das Leben in Neuseeland vor… 

… und das ist gar nicht so falsch. Die Umgebung hier ist irgendwie nicht von dieser Welt. Alles ist sehr sauber und die Leute sind sehr freundlich. Wenn du irgend etwas in der Natur ausprobieren willst, dann kannst du es hier tun.

Gareth Barker BikeDas heisst also, es gibt neben der Musik noch viele andere Sachen zu tun?

Zur Zeit ist schon die Musik der Mittelpunkt in meinem Leben. Aber ich hänge auch gerne mit meinen Kollegen rum oder ich fahre mit meinem Off-Road-Motorrad. Das ist gut, um abzuschalten und die Gedanken aufzufrischen.

Vor ein paar Jahren warst du zu schüchtern, um vor deinen Eltern zu singen – jetzt sagst du „Hello, World“. Ein ziemlich grosser Schritt, nicht?

Ich denke, ich gewann das Vertrauen in mich, als ich nach Neuseeland ging. Es brauchte soviel, um sich an das neue Leben anzupassen und neue Freunde zu finden. Das ist auch der Grund, weshalb ich mein erstes Album „Hello, World“ nannte. Es ist sehr international entstanden: Ich bin ursprünglich aus England, lebe nun in Neuseeland, mein Produzent ist aus New York, wir nahmen den Gesang in Kanada auf und das Orchester in Spanien. Gareth Barker Auftritt

Erst nach der Entdeckung durch deinen Musiklehrer hast angefangen, vor Publikum zu singen. Wie hast du die Schüchternheit überwunden?

Ich habe mir einfach gesagt, versuchen wir das einmal, und mir so einen Ruck gegeben. Ich habe jedoch immer gedacht, wenn es nicht funktioniert, ist es auch nicht das Ende der Welt.

Nun werden deine Songs nicht nur am „Ende der Welt“ gespielt, sondern neben Neuseeland auch in Grossbritannien und in weiteren Ländern. Du bist ausserdem vor der „Hobbit“-Filmcrew aufgetreten. Was bedeutet dies alles für dich?

Es ist irgendwie schon verrückt. Dass meine Lieder in anderen Ländern, von Menschen gehört werden, die ich selber noch nie getroffen habe, ist schon komisch.

Gareth Barker BaumMit der Veröffentlichung von „Hello, World“ hast du den Weg eines Musikers eingeschlagen. Du bist nun 18 Jahre alt und „jagst deine Träume“. Wie siehst du deine Zukunft?    

Natürlich möchte ich mit Musik weitermachen. Das ist mein Leben und das liebe ich – und ich hoffe natürlich, dass meine Musik den Menschen da draussen auch gefällt.

Interview: Michi Wieland

Gareth Barker Hello World„Hello, World“ von Gareth Barker ist unter anderem erhältlich unter: iTunesAmazon

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Mehr über den Neuseeländer gibt es auch hier zu lesen.


ÜBER DEN AUTOR:
miwiGesungen habe ich immer gerne – leider nur auf Schulchor-Niveau. Heute beschränke ich mich daher lieber auf das Musikhören. Gut, gehörte zu meinem ersten Job beim Radio auch das Einsortieren der neuen CDs. Da gab es viele neue Musik zu entdecken. Auch heute gehe ich regelmässig auf Entdeckungstour – weltweit im Web. Meine Abenteuer teile ich hier auf miwi.ch gerne mit Euch. Mehr über mich gibt es unter michaelwieland.ch zu lesen.


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