Frankie Lee: Die Musik nach der Sucht

Frankie Lee

Geboren wurde Frankie Lee – übrigens nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Soulmusiker, der im vergangenen Jahr verstarb – am Ufer des Mississippi, seine Familie zog später mit ihm nach Minneapolis. Nachdem sein Vater bei einem Motorradunfall starb, als Frankie 12 war, suchte er Trost in der Musikszene seiner Stadt: Mit 14 Jahren stand er bereits mit lokalen Helden wie Slim Dunlap (The Replacements) und Curtiss A auf einer Bühne. Mit 20 Jahren schmiss er dann das College, investierte das Geld seines Stipendiums in einen Volvo Kombi und machte sich auf die Reise durch Amerika: Nashville und auch Austin waren dabei zwei seiner Ziele. Als bei ihm zwei Jahre später Narkolepsie diagnostiziert wurde, wusste Lee nicht weiter, als sich mit Medikamenten zu helfen – was in einer Sucht endete. Ein Freund überredete ihn schliesslich, mit ihm zusammenzuziehen, damit dieser sich um ihn kümmern konnte. Dieser Freund war Patrick McCarthy (Ton-Ingenieur von unter anderem U2, REM, Madonna). Der half Lee nicht nur dabei, sich wieder in den Griff zu bekommen, sondern auch zu lernen, wie er die Songs, die er in seinem Kopf hatte, auch zu Papier bringen konnte. Aus Kalifornien zog Lee 2010 dann wieder nach Minnesota, um seiner Familie näher sein zu können und begann die Arbeit an seinen ersten EPs, die er selbst veröffentlichte. Nun ist er beim Londoner Country, Folk & Americana Label Loose Music unter Vertrag. Im Oktober erscheint das Debütalbum „American Dreamer“. Die Debütsingle heisst „Where Do We Belong“.

Das Album gibt es hier auf iTunes. Mehr über den Musiker gibt es unter www.frankieleemusic.com.