Viola Beach: Starkes Andenken an starke Newcomer

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«Viola Beach» waren auf einem steilen Weg ganz nach oben: Sänger Kris Leonard, Gitarrenspieler River Reeves, Bassist Tomas Lowe und Schlagzeuger Jack Dakin feierten Anfang Jahr in ihrer Heimat und im nahen Ausland die ersten Erfolge. Doch im Februar sind die talentierten Musiker und ihr Manager Craig Tarry nach einem Konzert in Schweden tödlich verunfallt. Ihr Auto stürzte über eine geöffnete bewegliche Brücke in einen Kanal. Kurz nach dem Unfall stieg die Single «Swings and Waterslides» auf Platz 11 der offiziellen UK-Charts. Und auch die britische Band Coldplay zollte der Band mehrfach ihren Respekt. Ende vergangener Woche haben die Angehörigen und Freunde der Band aus Warrington nun ein Album veröffentlicht. Es ist eine Kollektion von neun Songs, welche die im Frühjahr 2015 gegründete Band vor ihrem Unfall aufgenommen hatte: «Wir sind enorm stolz, was die Jungs in so kurzer Zeit erreicht haben. Sie haben gemeinsam eine grosse Leidenschaft, Talent und die Hingabe an die Musik geteilt. Wir glauben, dies ist der beste Weg, das Leben unserer Söhne zu feiern». Die Musikkäufer in England sehen dies genau so: Zur Wochenmitte führt die Band die Verkaufs-Hitlisten an. Gut möglich also, dass das Album bereits eine Woche nach erscheinen ganz oben in den UK-Charts zu finden ist. Abgesehen vom tragischen Hintergrund hätten dies die Jungs von Viola Beach auch musikalisch verdient. Natürlich ist es nicht das Debütalbum, das sich die Band einst vorgestellt hatte. Noch fehlt dem einen oder anderen Song ein letzter Schliff, noch hätte die eine oder andere Textzeile überarbeitet werden können. Doch Songs, wie «Call You Up», «Really Wanna Call», «Drunk» oder «Boys That Sings» beweisen, was für grossartige musikalische Talente die vier Briten waren. (Bild: Georgia Park/official twitter) Update vom 7. August: Das Album stieg auf Platz 1 der offiziellen UK-Album-Charts ein.

Das Album ist hier auf iTunes erhältlich.