DIA: Frische Nahrung für den konservenartigen Deutsch-Pop

DIA, das sind Vitali Ehret (Gesang, Gitarre), Hannes Donel (Gitarre), Peter-Philipp Röhm (Keys), Annika Strobel (Bass) und Steffen «GiGi» Fritz (Schlagzeug). Die Band aus Deutschland hat gemäss Biographie eine ziemlich abenteuerliche Gründungs-Geschichte: Sie spielt im Winter 2015 in der lettischen Hauptstadt Riga. Annika und Vitali kannten sich von früher. Als Teenager hatten sie gemeinsam in einer Punkband gespielt, sich jedoch seither komplett aus den Augen verloren. Peter und Hannes liefen sich zwei Jahre zuvor in der Umkleide des «Saunaverein 04 Stuttgart West» über den Weg. Eine eher flüchtige Begegnung. Gigi, der wieder «Abstand» brauchte, schien die lettische Metropole an der baltischen See ein Versprechen. Mindestens auf hinreichend Abstand. Rückblickend aus unerfindlichen Gründen buchte sich das Quintett ins selbe Hotel ein. Weil das Nightlife von Riga speziell ist, landete man früh in der Hotelbar. Nach ein paar Gläsern sprang Annika unvermittelt auf den Tresen, begann aus vollem Hals zu singen. War es die Nähe zu Finnland? Luftgitarre kann man mögen lernen. Mit hochprozentig gelockerten Zungen kam man schnell ins Gespräch – über das Leben, die Liebe und Musik. Noch in der Nacht vollzog sich die Bandwerdung von «DIA», um – nach allgemeinem Dafürhalten – den Zauber des Anfangs zu vertiefen. Sie seien fünf Musiker, die dafür brennen dem konservenartigen Deutsch-Pop frische, reichhaltigere Nahrung zu bieten, sagt Sänger Vitali: «Pop, der reduziert, modern, international klingt und ausser der Sprache nichts mit deutschen Bands zu tun hat.» Inspirieren lässt sich die Band etwa von Damien Rice, James Blake, Fink aber auch Coldplay.Das Debütalbum heisst «Lass uns ein Stückchen gehen». Darauf zu finden sind elf starke Popsongs.

Das Album ist hier auf iTunes erhältlich. Mehr über die Band gibt es unter diapopmusik.de